Ragdoll Rasse

Die Ragdoll ist eine relative neue Rasse. Sie entstand in Kalifornien um das Jahr 1965 und soll einem Zufall entsprungen sein. Ob das so stimmt? Am Anfang soll zumindest die als geschäftstüchtig beschriebene Frau Ann Baker und die Ragdoll-Urkatze Josephine gestanden haben. Die weiße, angora-ähnliche Nachbarskatze Josephine, soll mit ihrem Wurf Ann Baker erstaunt und entzückt haben. Die kleinen, blauäugigen Kätzchen, die wohl schon als Kitten erahnen ließen, wie groß sie werden sollten, mit ihrem dichten und halblangen Fell hatten es Frau Baker dann wohl angetan. Und sie begann die Ragdoll gezielt zu züchten, und zwar mit einem Kater aus dem Wurf. Dieser soll einer Birmakatze geähnelt haben.

Während die Ragdollkatze wohl heute besonders gerne als Hauskatze gehalten wird, war die Urmutter, Josephine, eine Freingängerin.

Ob Zufallsmutation oder nicht, heute ist die Ragdoll eine anerkannte Katzenrasse.

Schon dank Frau Ann Baker, die mit den Kitten von Josephine und einigen Katern mit Maskenzeichnungen eine erfolgreiche Zucht aufbaute. Nach Europa kam die Ragdoll dann wohl in den 1980er Jahren. Die FIFé erkannte die Bicolour-Version dann 1992 an. Es folgten alsbald auch die Anerkennung der Colorpoint- und Mitted-Zeichnungs-Varianten.

Innerhalb weniger Jahrzehnte schaffte es die Ragdoll von der Zufallsmutation zu einer er erfolgreichsten und beliebtesten Katzenrassen überhaupt.

Rassestandard Ragdoll

  • Eine Ragdoll ist eine mittelgroße Pointkatze mit seidig weichem mittellangem (oder auch halblangem) Haar.
  • Die Ragdoll hat eine kräftige Gesamterscheinung mit mittlerem Knochenbau und einem muskulösem Körper.
  • Der Kopf soll von mittlerer Größe sein. Der Kopf soll breit, keilförmig zulaufen und zwischen den Ohren flach sein.
  • Die Ohren sind mittelgroß. Dazu sollen sie runde Spitzen haben und weit auseinander stehen.
  • Der Hals der Ragdoll ist kurz und kräftig.
  • Ihre Beine sind mittellang, die hinteren etwas länger, wodurch die Rückenlinie nach vorne abfällt.
  • Der Schwanz ist lang, gut behaart und buschig.
  • Das dichte Fell liegt am Körper an. Das Fell ist mittellang, weshalb sie zu den Halblanghaarkatzen (Semilanghaar) gehört. Es besitzt eine weiche, seidige Struktur.
  • Das Fell der Ragdoll ist sehr pflegeleicht. Es neigt dank seiner Struktur nicht zum verfilzen.
  • Die einzig anerkannte Augenfarbe der Ragdoll ist blau, je intensiver desto schöner.

Name Ragdoll

Ihren Namen, Ragdoll bzw. Lumpenpuppe bekam die Katze von ihrer ersten Züchterin, Frau Ann Baker. Sie hatte festgestellt, dass die Muskulatur der Katze beim Hochnehmen wohl vollständig erschlafft, so als wenn sie nicht aus Fleisch, Muskeln, Fell und eben Katze bestehen würde, sondern eben aus Stoff oder eben aus Lumpen. Man dachte damals wohl sogar, dass eine Ragdoll nur ein vermindertes oder gänzlich fehlendes Schmerzempfinden habe. Ob eine Ragdoll, die hochgehoben wird, wie eine Lumpenpumpe wirkt, darüber kann man ja streiten. Unstrittig ist aber, dass es beim Thema Schmerzempfinden eine ganz normale Katze ist. Die Ragdoll hat also weder ein fehlendes noch ein vermindertes Schmerzempfinden.

Geschäftstüchtige Entdeckerin

Frau Ann Baker ließ sich nicht nur den Begriff Ragdoll patentieren, sondern sorgte auch für strenge Zuchtauflagen und Lizenzgebühren. Das hätte die Ragdoll beinahe zu einer höchst seltenen Katze gemacht. Aber es gab wohl schon mehr als nur eine Familie, die die Ragdollkatze züchtete und es kam zur Trennung von Ann Baker und diesen Familien. Und so gibt es heute eine Original-Ragdoll aus der Baker Linie, die stets mit leuchtend blauen Augen daherkommt und nur in seal, blue, chocolate oder lila gefärbt daherkommt.

Krankheitsanfälligkeit der Ragdoll

Die Ragdoll gilt als eine gesunde und robuste Katze. Allerdings ist es eine Hauskatze und damit kann sie auch an der Herzkrankheit HCM (hypertrophe Kardiomyopathie) erkranken. Bei dieser Krankheit kommt es zu einer Verdickung des Herzmuskels und einer Vergrößerung der linken Herzkammer. HCM verläuft immer tödlich. Da HCM eine Erbkrankheit ist, kann durch einen Gentest festgestellt werden, ob die jeweilige Katze die Veranlagung hat, an HCM zu erkranken. Gerade für die Ragdoll gibt es einen speziell entwickelten Gentest, der Klarheit bringen kann.